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L1 Compact als Alternative?
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Hallo zusammen

Wir sind eine kleine, "mittelalterliche" Band, die vor allem Cover im Bereich Pop, Rock, Blues im Repertoire hat. Wir machen nur kleinere und seltene Auftritte. Folgende Instrumente sind vertreten:
1 Drum, 1 Bass, 2x Gitarre (v.a. elektrisch, manchmal akustisch), 2x Gesang

Gesang geht über den PA, Gitarre über die jeweils eigenen Combo-Amps, Bass hat eigenen Bass-Amp, Schlagzeug unverstärkt.

Was uns jetzt immer mehr stört, dass sich jeder selbst vor allem im Proberaum (Keller ca. 6m x 6m, mit Teppichen etc. gedämpft) kaum gut hören kann, und der ganze Sound als Einheitsbrei wahrgenommen wird. Das führt dann jeweils dazu, dass im Verlauf der Probe jeder immer etwas höher schraubt, bis der Tinitus kommt Eek

Jetzt bin ich auf der Suche nach einer guten Lösung auf den L1 compact gestossen.

Meine Idee war jetzt, einen (oder evtl. zwei) L1 compact zu verwenden, der über ein T1 ToneMatch mit den Signalen versorgt wird.

Evtl. würde der Bassspieler seinen Bassamp behalten, und wir würden nur Gitarre und Gesang über das T1 -> L1 compact laufen lassen.

Wir erhoffen uns davon, dass jeder sowohl sich selbst als auch die anderen Bandmitglieder einigermassen differenziert hören kann, und wir die Lautstärke allgemein etwas zurückfahren könnten.

Was meint Ihr dazu? Hat jemand bereits vergleichbare erfahrungen gemacht?

Im Vergleich zum "grossen" L1 ist mir das compact viel handlicher, auch bekommen wir für den Preis von einem L1 II wohl gleich zwei L1 compact plus dazu noch den T1.

Danke für Eure Hilfe
Ivo
 
Posts: 4 | Registered: Thu September 23 2010Reply With QuoteAsk Bose for help
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Hallo Ivo,

ich denke, ihr seid auf der richtigen Spur.

Mit zwei L1 Compact bekommt ihr einen sehr transparenten Sound, wenn ihr z.B. je 1xVocal + 1x Gitarre auf eine L1 Compact legt, hört sich jede/r optimal, und es ergibt sich auch für die Zuhörer ein gutes Klangbild.

Die L1 Compact läßt sich mit einem (statt zwei) Distanzstück auch gut auf halber Höhe betreiben, was im Proberaum evtl. sinnvoll sein könnte.

Das strikte Aufteilen der Eingänge des T1, - Kanal 1+2 auf 1.L1 und Kanal 2+3 auf 2.L1, ist leider nicht a.d. ersten Blick ersichtlich, geht aber über den AUX-Out (2.L1) und Main-Out (1.L1) und ist im Forum u. BOSE Wiki mehrfach beschrieben. Einzige Einschränkung hierbeit ist, daß man a.d. AUX-Out kein Reverb (dafür aber alle anderen Effekte des T1 z.B. Delay) hat.

Für ca. 50-100 Leute wäre damit eine gute Beschallung möglich.

Die grösseren u. teureren L1 bieten vor allem in großen Säalen, Hallen, Kirchen oder im Freien einige Vorteile, weil sie durch die wesentlich stärke LineArray-Wirkung deutlich weiter tragen, d.h. wesentlich weniger an Lautstärke verlieren, als die L1 Compact oder gar andere Lautsprechersysteme.
Die L1 Compact hat eine ähnlich breite Abstrahlung.

Vielleicht könnt ihr euch die L1 ja auch mal bei einem Händler anhören oder zur Probe ausleihen.

Gruß Wolfgang
 
Posts: 553 | Location: Freiburg, Germany | Registered: Fri March 04 2005Reply With QuoteAsk Bose for help
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Vielen Dank für die schnelle Antwort, Wolfgang!

Wie ist das mit dem Bass-Spieler ... kann der auch über einen Compact laufen, oder ist der in den Bässen zu schwach?

Was würdet Ihr denn für unsere Anwendung vorziehen: zwei Compacts oder einen L1?

Wir werden wohl auf jeden Fall mal bei einem Händler den Compact anspielen oder ausleihen.

Danke und Gruss
Ivo
 
Posts: 4 | Registered: Thu September 23 2010Reply With QuoteAsk Bose for help
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Hallo Ivo,

ich bin da jetzt nicht ganz so optimistisch wie mein Vorredner.
Bei einer Band gibt ja immer das Schlagzeug die Gesamtlautstärke vor. Der Gesang sollte darüber liegen und alle anderen Instrumente sollten sich unterordnen. Wenn ihr jetzt eher einen lauten Schlagzeuger euer Eigen nennt, ist das L1 compact doch etwas überfordert. Zumal es im Regelfall nicht besser werden muss, viele Signale auf eine Quelle zu legen.

Ich würde eher mal schauen, was für Sounds bzw. Frequenzen eure Instrumente belegen, da wirkt ein Griff am Eq vom Amp oft Wunder, sofern ihr alle bereit seid, miteinander einen guten Bandsound zu finden und nicht eben der gute Einzelsound des Einzelnen das eben nicht immer förderlich dafür ist.

Ihr könnt das ja mal versuchen, allerdings muss euch bewußt sein, dass eure Gitten und eurer Bass einen Preamp oder vergleichweises benötigen, wenn ihr direkt in die L1 wollt.

Allerdings ist das L1 etwas schmalbrüstig im Bassbereich, sodass ein zusätzliches aktiver Sub für eine Band noch nötig ist.

Na denn, viel Glück!
 
Posts: 98 | Registered: Wed May 26 2004Reply With QuoteAsk Bose for help
Walter-at-Bose-Europe
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Hallo Ivo,

schonmal soviel von meiner Seite: Ich habe das L1(R)Compact im letzten Jahr für Proben und Gig mit einem kleineren Rock-Ensemble benutzt.
Die Besetzung war: 2x Git, Drums ( elektr.), Vox + Playbacks.
Bs,Dr,Vox und Playback liefen über 2 L1 Mod. II, die Gitarren jeweils über ein L1 Compact - das funktionierte und klang toll!
Gruss,
Walter
 
Posts: 147 | Location: Germany | Registered: Wed October 13 2004Reply With QuoteAsk Bose for help
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Hallo Ivo,
quote:
Originally posted by erklaerbaer:
Wie ist das mit dem Bass-Spieler ... kann der auch über einen Compact laufen, oder ist der in den Bässen zu schwach?

Ich denke, daß müßt ihr selbst entscheiden bzw. ausprobieren, da die Vorstellung von gutem Bass-Sound doch sehr unterschiedlich sind.
Ich habe schon Keyboard, E-Bass, E-Drums und Git. über eine L1 Compact laufen gehabt und war sehr zufrieden mit dem Sound (auch das Publikum). - Ich brauchte allerdings auch keine Party/Disco-Lautstärke.
Und falls es einmal doch zuwenig Bassdruck sein sollte, kann man über den Line-Ausgang der L1 Compact immer noch eine Aktiv-Bassbox anschliessen.

quote:
Was würdet Ihr denn für unsere Anwendung vorziehen: zwei Compacts oder einen L1?

Ich würde Euch eher zwei L1 Compact empfehlen, weil ihr durch die aufgeteilten Signale (s.o. im Beitrag) mehr Vorteile habt, als durch eine große L1.
Auch im Proberaum klingt die L1 Compact besser bzw. ihr habt bessere Soundkontrolle/Monitoring als mit der großen L1, - die spielt ihre Vorzüge erst in grösseren Räumlichkeiten aus.

Für die Gitarren (v.a. E-Git) sind Git.-Amp.-Simulatoren sehr sinnvoll, damit läßt sich mit der L1 praktisch jeder beliebige Git.-Sound erzielen.

Scriptura hat unbedingt Recht damit, daß das Schlagzeug die Lautstärke vorgibt bzw. anhebt verbunden damit, daß sich die Anderen nicht mehr richtig hören. Mit 2x L1 Compact habt ihr jedenfalls ein viel besseres Monitoring als jetzt, auch weil sich das Mittel-/Hochtonteil im Probenraum in Ohrhöhe aufbauen läßt. - U.a. dadurch sollte sich die Situation schon verbessern.

Wenn ihr mit der Anzahl Eingänge des T1 klar kommt, ist der natürlich schon zu empfehlen (z.B. Kanal 1 + 2 Mic, Kanal 3, 4+5 mit Git.) - Kanal 4+5 hat nur einen gemeinsamen Regler u. identische Effekte bzw. Klangeinstellung.
Was ich für akkust. Drums sehr genial finde, ist ein speziells KickDrum-Preset im T1, welches der Bass-Drum (mit Mikro abgenommen) einen satten trockenen Bass-Kick verleiht, ohne daß das Schlagzeug insgesamt wirklich lauter wird, - finde ich echt Klasse (u. der Schlagzeuger ist auch begeistert).
Aber auch die Gitarren- und Mikro-Presets des T1 finde ich sehr praktisch.

Mit einem Git.Amp-Simulator könntet ihr auch direkt i.d. Klinken-Eingang der L1 Compact gehen, da der Simulator selbst eine Klangregelung, Reverb u. andere Effekte mitbringt.
Mit dem T1 müsstet ihr in diesem Fall per Adapter in die Cinch oder Mini-Klinkenbuchse gehen.

Gruß Wolfgang
 
Posts: 553 | Location: Freiburg, Germany | Registered: Fri March 04 2005Reply With QuoteAsk Bose for help
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Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen, das hilft mir wirklich weiter.

Ich habe inzwischen einen L1 compact beim Händler meines Vertrauens für 2 Tage ausgeliehen, jedoch bis jetzt nur im Alleingang ausprobiert bei mir zu Hause (mit Akustik- und E-Gitarre sowie Gesang), da wir erst am Donnerstag wieder Bandprobe haben. Das System hört sich unglaublich toll an für Gesang und A-Gitarre, so klar habe ich meine Gitarren noch nie gehört! Die E-Gitarre habe ich über das Boss ME-70 Multieffekt-Teil zum Compact geführt (mit Amp-Simulation), ebenfalls mit gutem Ergebnis. Da ich es nur zu Hause ausprobiert habe, musste / konnte ich die Lautstärke nicht wirklich aufdrehen, aber es scheint noch ziemlich viel Reserve da zu sein, und der Bass scheint mindestens für Gesang und Gitarre mehr als ausreichend zu sein.

Da mich der Compact so überzeugt hat, habe ich mir nun einen gekauft und werde ihn nächste Woche zur Bandprobe mitnehmen. Mit dem Händler habe ich provisorisch ausgemacht, dass ich für die Probe einen zweiten L1 Compact bei ihm ausleihe, um verschiedene Szenarien damit auszuprobieren. Leider ist der Bassspieler diesmal nicht dabei, aber für den wäre der Compact wohl eher nicht geeignet.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich der Compact in der Probe bewährt und gegen das Drum behaupten kann. Evtl. wird dann auch das T1 noch ein Thema, wir werden sehen.

Grüsse
Ivo
 
Posts: 4 | Registered: Thu September 23 2010Reply With QuoteAsk Bose for help
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Toll analytischer Thread. Genau meine Vorgehensweise (siehe Thread BOSE L1 vs HK elemets vs Fohhn Linea).
Ein Aspekt aus meinen Tests mit der BOSE L1 Modell 2, die den Bass betreffen:
2 Baßwürfel B1 ersetzen für einen normalen (wahrscheinlich nicht Funky Bassist) Bassisten die Bassanlage!!
Da ich seit Kurzem in einer dritten Bandformation spiele (Tanzorchester im Stil der 60er mit 7-8 Mann!!), dort als reiner Bassist, allerdings nicht mit einer Baßgitarre um den Hals, sondern mit einem ROLAND AX-7 via MIDI auf YAMAHA 9000pro,
habe ich die Gelegenheit der geliehenen Testanlage BOSE L1 Modell 2 benutzt, genau diese Konfiguration auszuprobieren: Bassist in einer großen, aber nicht extreem lauten "Bigband", auszupobieren.
Ergebnis: Voll tauglich!
Im Detail:
Ich habe eine ganz komische, aber vielleicht der BOSE L1 Compact im Proberaum nicht ganz unähnlichen, Konfiguration ausprobiert:
Ich habe zum Testen von den beiden geliehenen Komplett-Türmen BOSE L1 Modell 2 (ohne T1 ToneMatch) folgende Konfiguration zusammengeschaltet und richtig fette, basslastige, MIDI-Files darüber abgespielt:
1. Als Basis 1 (nur ein) Basis-Verstärkerteil L1 Model II Power Stand der L1.
2. Daran für die Obertöne nur 1 (also nicht die ganze Doppelsäule) L1 Säule. Sieht so aus, wie die L1 Compact ohne Distanzsäule, also nur die Hälfte der Obertonlautsprecher in Arbeit, ungefähr 1 Meter hoch.
3. 2 (in Worten zwei) Baßmodule B1 an die Verstärkerbasis angeschlossen.
Ergebnis:
Mehr als tauglich für einen Liveauftritt (sogar Open Air) als Bassist eines Tanzorchesters. Die mit etwas PA-Verstärkung versehenen Bläser der Orchesters können lässig mit einem fetten Bass unterlegt werden.
Da denke ich mir, daß ein L1 Compact es in einem Proberaum doch gut schaffen müßte, einen guten Monitor-Sound zu erzeugen.
Wie im anderen Thread gesagt, das Down-Sizing als Voll-PA von L1 Modell II auf die L1 Compact will ich in 4 Wochen beim nächsten Auftritt als Tanzstudio-Band testen. Dann weiß ich (und Ihr) mehr.
Bis do naa (Allgäu) grüßt Euch Walter
 
Posts: 12 | Registered: Wed September 22 2010Reply With QuoteAsk Bose for help
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Hallo zusammen

Kleiner "Erfahrungsbericht", ist ja schon einige Zeit vergangen:

Inzwischen ist etwas Zeit ins Land gegangen, und der L1 compact wird fleissig in den Proben verwendet. Allerdings ist es bislang bei einem Stück geblieben.

Momentan laufen über ein T1 --> L1 compact zwei Gesangsmikrophone und eine akustische Gitarre (über Tonabnehmer). Die E-Gitarren werden noch über eigene Amps geführt.

Was uns aufgefallen ist: Wo es früher bei den Gesangsmikros viel eher zu Feedback kam, ist es viel unproblematischer geworden.

Wo ich noch nicht so ganz klar komme, ist das korrekte Vorgehen beim "Einstellen" des Systems wenn ich das System abgebaut habe und wieder neu aufgestellt habe, da ich noch nicht so darin bewandert bin. Ich arbeite aber dran.

Gruss
Ivo
 
Posts: 4 | Registered: Thu September 23 2010Reply With QuoteAsk Bose for help
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Hallo
Was mir auffällt ist, das Ihr Euren Proberaum mit Teppichen vollgehängt habt. Das kann auch schon zuviel sein. Im Normalfall lässt man immer eine gegenüberliegende Wand unbedämpft. Dann klingt der Raum transparenter. Dies gilt auch für Boden/Decke. Zum Bass habe ich ein nettes Foto beizusteuern. Und zwar Rebekka Bakken live. Der Bassist spielt dort L1 mit 2 B1 :-))

 
Posts: 19 | Registered: Mon October 19 2009Reply With QuoteAsk Bose for help
Walter-at-Bose-Europe
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Hallo Ivo,

falls Ihr euch irgendwann entscheidet zusätzliche L1 Compact anzuschaffen: Auch die E-Gitarren lassen sich super darüber spielen! Für angezerrte Sounds braucht ihr lediglich ein Pedal mit Speaker-Simulation.
Solche Pedale gibt es in sehr guter Qualität und recht günstig ( 200 - 250 Euro ) von Tech 21 ( " Character Series" ).
Manche Gitarristen sind skeptisch, weil der gewohnte Amp fehlt, doch ein Versuch lohnt sich.
Dann könnt ihr auch für die Gitarren die L1- Vorteile nutzen.
Gruß,
Walter
 
Posts: 147 | Location: Germany | Registered: Wed October 13 2004Reply With QuoteAsk Bose for help
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